Freitag, 6. März 2009

Glossar zur Literatur über Ramana Maharshi

Abhishekam
Das zeremonielle Baden der Götterstatuen und Idole

Acharya
religiöser Lehrer

Advaita
Nicht-Zweiheit, d.h. das Absolute ist nicht zwei; die Grundlehre des Vedanta

Advaitin
Anhänger des Advaita

Akshara(m)
hat zwei Bedeutungen: etwas, das unvergänglich ist, aber auch: Buchstabe

Aham
ich

Aham Sphurana
das Pulsieren des »Ich-Ich« im Herzen, die Erfahrung des spirituellen Herzens

Ajapa
A-japa (kein Japa): Japa ohne willentliche Anstrengung

Ajnani
Ggs. von Jnani

Ananda
Seligkeit s. a. Priyam

Annas
16 Annas waren 1 Rupie; die Münze ist heute nicht mehr im Umlauf.

Antahkarana
Aufnahmefähigkeit des Geistes, Denkkraft, Geist, Intellekt, Ego, Unterbewusstsein

Antarmukham
nach innen gerichtet

Aparokshanubuti
ein Werk Shankaras, das die Advaita-Philosophie erklärt

Appalam
ein sehr dünner, knuspriger Kuchen aus dunklem Linsenmehl

Appar
einer der berühmten Tamil-Heiligen und Poet

Arati
Schwenken von Lichtern für eine Gottheit

Arjuna
mythologische Gestalt, die in der Bhagavad Gita eine bedeutende Rolle spielt

Arunachala Mahatmyam
ein Teil des Skanda-Purana in Sanskrit über die Mythologie des Arunachala

Arunachala Puranam
die Mythologie des Berges Arunachala in Tamil, s.a. Arunachala Mahatmyam

Arunachaleswara
der Gott des Berges Arunachala

Ashram
urspr. die aus religiösen Übungen stammende Mühe; Wohngemeinschaft um einen Guru; Lebensweise

Ashtavakra Gita
das Lehrgespräch zwischen dem Weisen Ashtavakra und König Janaka

Asti
Das Allgegenwärtige, das, was ist, das Sein, s. a. Sat

Atma Vichara
Selbstergründung

Atma Vidya
Erkenntnis des Selbst

Atman
das Selbst eines Wesens, innerstes Prinzip der menschlichen Person, Seele; urspr.: Lebenshauch (Atem)

Avatar
Verkörperung Gottes

Avidya
Unwissenheit

Avvaiyar
bekannte Tamilpoetin

Banyan-Baum
Feigenbaumart

Bhagavad Gita
oder kurz: Gita; Gesang des Erhabenen; spirituelles Lehrgedicht aus 700 Versen; Dialog zwischen Krishna und Arjuna

Bhagavan
der Erhabene, der Heilige; ist sowohl als Anrede einer Gottheit als auch als Anrede des Gurus gebräuchlich. In ihr drückt sich die besondere Verehrung des Schülers seinem Meister gegenüber aus. Sri Ramana hat diese Anrede ihm gegenüber weder selbst vorgeschlagen, noch ihr je widersprochen.

Bhagavatam
Srimad Bhagavatam: ein episch-philosophischer Klassiker

Bhajan
Lied der religiösen Hingabe

Bhakta
einer, der Bhakti übt; einer, der Gott (oder Gott in Gestalt des Gurus) liebt und ihm völlig hingegeben ist

Bhakti
Teilhabe, Hingabe; bezeichnet besonders die religiöse Liebe und Hingabe an Gott

Bhati
strahlend, erleuchtet, Bewusstsein, s. a. Chit

Bhiksha
das durch Betteln erlangte Almosen

Brahma
personaler Hochgott, der meist als Weltenschöpfer gedacht und mit Vishnu, dem Erhalter, und Shiva, dem Zerstörer als Dreiheit zusammengesehen wird. Der Kult dieses Gottes ist im Gegensatz zum Shiva- und Vishnu-Kult ausgestorben.

Brahmachari
unverheirateter Schüler; nach vedischer Auffassung die erste der vier Lebensstufen

Brahman
die Wurzel ›brh‹ bedeutet Stärke, Intensität, Urgrund des allgemeinen Seins, das Wesentliche in allen Dingen, das Absolute ohne greifbare Gestalt. Brahman und Atman sind letztlich eins, so die Lehre der Upanishaden, des Vedanta und auch Ramana Maharshis. Das Absolute ist Sat-Chit-Ananda (Sein – Bewusstsein – Seligkeit).

Buddhi
Intellekt, Verstand, Denkfähigkeit

Chakra Meru
pyramidenförmiges Kraftdiagramm, das die göttliche Ordnung des Kosmos symbolisiert.

Chinmudra
Geste der Erkenntnis: Daumen und Zeigefinger sind zum Ring geschlossen.

Chit
reines Bewusstsein, s. a. Bhati

Dakshinamurti
der Gott, der nach Süden schaut; Shiva als jugendlicher Gott, der allein durch Schweigen lehrt

Dakshinamurti Stotram
ein Preislied auf Dakshinamurti von Shankara. Ramana hat es ins Tamil übersetzt.

Darshan
Schau; der formelle Besuch des Schülers bei seinem Guru; der Anblick, besonders der gnadenreiche Blick, den der Meister seinem Schüler schenkt

Deepam
s. a. Karthigai-Deepam; Entzündung der heiligen Flamme auf dem Arunachala

Dhyana(m)
Meditation, Kontemplation

Diksha
Einweihung in einen spirituellen Weg durch einen Guru

Dipavali
Lichter-Fest. Das Fest fällt auf die letzten zwei Tage der Phase des abnehmenden Mondes des Monats Kartik (Oktober/November).

Dhoti
langer Stoffstreifen, der von Männern wie ein Rock getragen wird

Dosas
Pfannkuchen aus Reis- und Linsenmehl

Drumsticks
Moringa, sehr nahrhafte Gemüseart, wird wie grüne Bohnen zubereitet

Dvaita
Zweiheit; Ggs. von Advaita

Ganapati
Ganesha

Ganesha
Elefantengott, Sohn von Shiva und Parvati

Ghee
flüssige Butter

Giri-Pradakshina
Umrundung des Arunachala, s. a. Pradakshina

Gita Saram
Bhagavad Gita in Tamil in Auswahl

Gunas
Die drei Eigenschaften, die allem Manifestierten unterliegt: auch die drei Eigenschaften des Geistes: Satva = der reine, ungetrübte Geist, das, was ist, die Wirklichkeit; Rajas = Leidenschaft und Ruhelosigkeit; Tamas = Trägheit, Unwissenheit, Dunkelheit

Iddlie
runde, gedünstete Kuchen aus Reis- und Kichererbsenmehl

Ishwara
Gott als der höchste Herr und Weltenschöpfer; gebräuchliche Anrede für Shiva; auch persönlicher Gott

Japa
Flüstern, gemurmeltes Gebet; v. a. das unablässige Wiederholen eines Gottesnamens oder Mantras, um den Geist zu beruhigen und zu fixieren

Jayanthi
Geburtstag; hier: Sri Ramanas Geburtstag

Jiva
Individuum, Ego

Jivanmukta
einer, der zu Lebzeiten die Befreiung (Moksha) erlangt hat, im Ggs. zum Videhamukta, dem Befreiten, der bereits den Körper verlassen hat

Jnana
Erkenntnis, Wissen

Jnana Drishti
Erkennen der Weisheit; kein objektives, sondern seinsmäßiges Erkennen

Jnana Sambandar
wörtl.: Kontakt mit Jnana, s. Sambandar

Jnana-Yoga
der Weg der Verwirklichung durch Erkenntnis, die unmittelbarste Umsetzung der Lehre des Advaita

Jnani
einer, der das Ziel des Jnana-Yoga, nämlich die Verwirklichung durch Erkenntnis erlangt hat

Kamandala(m)
Wassergefäß aus Ton oder Holz, das von Asketen benutzt wird

Karma
Handeln, Folge des Handelns, Gesetz ausgleichender Gerechtigkeit. Die Folgen der guten oder schlechten Taten müssen in diesem oder einem anderen Leben getragen werden.

Karma-Kanda
ritueller Teil der Veden

Karma Yoga
Yoga des selbstlosen Tuns

Kartikai
tamilischer Monat im November/Dezember.

Kartikai-Deepam
das 10tägige Lichtfest auf dem Arunachala im Monat Kartikai, bei dem sich Shiva als Feuer-Lingam manifestiert.

Kevala
einzig, das Absolute

Koupina
eine Art Lendentuch; ein Tuchstreifen, der knapp den Unterleib bedeckt

Krishna
Wiedergeburt von Vishnu; Lehrender in der Bhagavad Gita

Kumbhabhishekam
Heiligung, Einweihung eines Tempels

Kumkum
getrockneter Kurkuma

Kundalini(-Shakti)
Kraft, die sich wie eine Schlange von der unteren Wirbelsäule bis zum höchsten Punkt im Kopf, dem Kronenchakra, windet

Lakshmi
Gefährtin Vishnus

Linga(m)
Symbol des Absoluten, Zeichen Shivas: ein oben abgerundeter zylindrischer Stein

Maha Puja
die ›große Puja‹ zu besonders festlichen Anlässen

Mahabharata
großes episches Werk in Sanskrit

Maharshi
maha = groß, rishi = Seher, Sänger, Heiliger;
Großer Weiser, insbesondere jene Heiligen der Frühzeit, welche die vedische Offenbarung schauten. Dieser Titel wurde Sri Ramana von Ganapati Muni verliehen.

Mahatma
wörtl.: große Seele

Maheshwara
Höchster Herr, Ishwara

Manana
Nachdenken über die Wahrheit der Lehre des Guru, die der Schüler gehört hat

Mandapam
offene Säulenhalle

Mandukya Upanishad
die kürzeste der 108 Upanishaden. Sie wird dem Weisen Mandukya zugeschrieben.

Manikkavachakar
einer der Tamil-Heiligen und Poet

Mantra
eine kurze Formel aus den heiligen Schriften, ein Wort oder nur eine Silbe. Das Mantra wird ständig wiederholt (s. a. Japa).

Math
Einrichtung zur Erinnerung an einen Heiligen mit einem spirituellen Leiter, der in dessen Nachfolge steht. In den großen Maths leben Sadhus in Gruppen zusammen, ähnlich wie in einem Kloster.

Mauna
Schweigen

Mauni
einer, der ein Schweigegelübde abgelegt hat

Maya
die Verfassung der Welt, die weder wirklich noch unwirklich ist, kosmische Illusion

Meenakshi
wörtl.:. »die Fischäugige« ist eine Inkarnation von Shivas Begleiterin Parvati; die Göttin des Meenakshi-Tempels in Madurai

Moksha
Befreiung, Erlösung aus dem Kreislauf von Geburt, Tod und Wiederverkörperung

Mukti
identisch mit Moksha

Muni (s. a. Mauni)
Weiser, Asket, einer der das Schweigen bewahrt

Nama Japa
Japa eines Namens (Gottes)

Namaskar(am)
die verehrende Verbeugung vor dem Guru oder Gott

Namdev
religiöser indischer Dichter aus dem 13./14. Jh.

Nandi
Stier, Reittier Shivas

Narada
Indischer Weiser, der in vielen Texten der Puranas eine bedeutende Rolle spielt

Neti, neti
Methode der Negation: »Ich bin nicht dies, ich bin nicht das.«

Nididhyasana
ununterbrochene Kontemplation über die Lehre des Gurus

Nirguna
ohne Eigenschaften

Nirvikalpa
wörtl.: ohne Unterscheidung; nir = ohne; vikalpa = Unterscheidung von Seher, Sehen und Objekt des Sehens oder von Mensch, Welt und Gott. Nirvikalpa Samadhi ist ein vorübergehendes Eingehen ins Selbst (im Unterschied zu Sahaja Samadhi, das dauerhaft ist).

Omkar
das Zeichen OM, bestehend aus den Buchstaben A, U und M

Padmasana
Lotussitz

Panchadasi
Werk des Vidyaranya

Paramatman
der höchste Atman (das höchste Selbst), das mit Brahman identisch ist

Parameswara
Höchster Herr, Gott, Shiva

Parayana
Singen der Veden oder anderer religiöser Texte; ein regelmäßiger Brauch im Ramanashram

Parecha Prarabdha
Handeln für andere, selbstloses Tun

Parvati
Gattin Shivas

Periyapuranam
Sammlung von Heiligenlegenden aus dem 12. Jh. n. Chr.

Pradakshina
pra = vorwärts, dakshina = südlich, in südlicher Richtung; die Umrundung eines heiligen Objektes (eines Tempels, heiligen Berges oder Gurus) im Urzeigersinn ist eine gebräuchliche Form der hinduistischen Verehrung.

Pranayama
Yoga-Techik der Atemregulierung; Einatmen, Anhalten des Atems und Ausatmen stehen in einem gewissen Verhältnis zueinander.
Prarabhda(karma)
die aus dem früheren Karma sich ergebende Lebenssituation und –aufgabe

Prasad(am)
Gnade; rituelle Gabe, geweihte Speise oder Blumen, die einem Heiligen, Guru oder Gott dargebracht und dem Gläubigen zurückgereicht wird; jede Gabe eines Heiligen

Priyam
Liebe, Wonne, Freude, dass man etwas Geliebtes sieht, s. a.. Ananda

Puja
ritueller Gottesdienst

Puranas
Hl. Texte mit Legendensammlungen der drei Hauptgötter Vishnu, Shiva und Brahma

Puris
Weizenfladen

Purusha
Mensch, Geist, Seele, Selbst, das im Herzen aller Menschen wohnt

Rajas
Ruhelosigkeit, Leidenschaft, eine der drei Eigenschaften des Geistes (s. a. Tamas und Satva)

Rama
7. Inkarnation von Vishnu, berühmter Held der Hindu-Mythologie

Ramayana
Die Geschichte Ramas, altes indisches Epos

Ravana
Dämonenkönig der indischen Mythologie

Reddi
Kastenangehöriger; Reddi ist eine Unterkaste im Süden Indiens

Ribhu Gita
wichtiger Text des Advaita

Rishi
Seher, Erleuchteter, Deuter der vedischen Hymnen; s. a. Maharshi

Sadashiva
Shiva

Sadhaka
spirituell Suchender, Übender

Sadhana
Anstrengung, die methodische geistliche Übung

Sadhu
Gottgeweihter, Wandermönch, Asket, ein spirituell Suchender, der um seines geistigen Zieles willen auf Beruf und Familie verzichtet; oft identisch mit Sannyasin verwendet

Saguna
mit Eigenschaften

Sahaja/ Sahaja Samadhi
natürlich; Sahaja Samadhi ist der Zustand dauerhafter Selbstverwirklichung, in der das Gemüt (der Geist) sich völlig aufgelöst hat. Für den Verwirklichten ist Sahaja der natürliche Zustand.

Sambar
scharf gewürzte Soße, die mit Reis zu allen südindischen Mahlzeiten gehört
Samadhanam
die vollkommene Versunkenheit aller Gedanken in das Objekt der Meditation

Samadhi
Versenkung im Selbst, höchster Zustand der Meditation, Zustand der inneren Versenkung, während der die Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt verloren ist; auch Bezeichnung für den leiblichen Tod und das Grab des Toten

Sambandar (Jnana Sambandar)
einer der 63 Shiva-Heiligen aus dem 7. Jh., der ein großer Tamil-Poet war. Seine Werke sind im Tevaram enthalten, einer Sammlung frommer Gesänge aus dem 6.-9. Jh.

Samsara
Kreislauf von Geburt und Tod; auch die Familie

Sannyasa
Entsagung, Verzicht, vierte Lebensstufe eines Brahmanen

Sannyasin
Wandermönch, jemand, der die Gelübde des Sannyasa abgelegt hat, sich ganz dem Streben nach Erleuchtung widmet und dafür Familie und Beruf aufgibt; trägt als äußeres Zeichen das ockerfarbene Gewand.

Saranagati
Hingabe an Gott, an das Selbst

Sarvadhikari
Leiter einer Einrichtung; hier der Ashram-Verwalter Chinnaswami, der jüngere Bruder Sri Ramanas

Sastri
Gelehrter der heiligen Schriften und Überlieferungen

Sat
das reine Sein, die Wahrheit, die Wirklichkeit, s.a. Asti

Sat-Chit-Ananda
eine Umschreibung von Brahman/Atman als reines Sein (Sat), erkennendes Bewusstsein (Chit) und erfüllende Glückseligkeit (Ananda); auch Asti-Bhati-Priyam

Sat-Guru
vollkommen erleuchteter Meister

Satsang
Gemeinschaft mit dem Sein; Gemeinschaft mit einem Erleuchteten oder innerer Kontakt mit dem Selbst

Satva(m)
rein, ungetrübt, klar

Sattwisch
reine Nahrung, i. e. vegetarisch und ohne stimulierende Lebensmittel

Savikalpa Samadhi
ein Zustand der Konzentration, in dem der der Unterschied zwischen dem Erkennenden, Erkannten und Erkennen noch nicht beständig verloren gegangen ist; ein vorübergehendes Samadhi, in dem der alte Zustand sich nach einiger Zeit wieder einstellt

Shakti
die Kraft Shivas, vor allem die göttliche Kraft, durch welche die Schöpfung in Erscheinung tritt

Shankara
der Erneuerer des Advaita-Vedanta im 8. Jh. n. Chr.

Shanti
Friede, Ruhe

Shiva
wörtl.: der Wohlwollende, der Wohltätige, der Gnädige. Shiva ist der doppelgesichtige Gott, der sowohl den Aspekt der Auflösung und Zerstörung verkörpert, als auch als Segensreicher alles entstehen lässt. Er symbolisiert das absolute Sein und ist der Zerstörer der Unwissenheit und des Ego.

Siddha (Purusha)
ein vollkommener Mensch; ein Mensch mit übernatürlichen Fähigkeiten (Siddhis)

Siddhi
übernatürliche Kräfte

Skanda
Springer; Name des Kriegsgottes und Sohnes Shivas und Parvatis

Skanda Purana
eine der bedeutendsten Puranas. Sie handelt von Skanda und enthält viele Shiva-Legenden.

Sphurana
Pulsieren, Manifestation

Sravana
Hören der Wahrheit, die der Guru lehrt

Sri
Heiliger, Gesegneter; heute auch allgemein gebraucht wie die Anrede »Herr«

Subramanya
jüngerer Göttersohn von Shiva und Parvati

Sundarar (Sundaramurthi)
einer der berühmten Tamil-Heiligen und Poet

Swami
Herr; Bezeichnung eines spirituellen Lehrers; gelegentlich auch nur Respektsbezeichnung

Swarupa
die Gestalt des Selbst; das Selbst, Atman

Tamas/tamasisch
Trägheit; eine der drei Eigenschaften des Geistes (Gunas)

Tapas
asketische Übungen

Teertham (Thirtham)
heiliges Wasser; heiliger Badeplatz; oft ein quadratische angelegter Teich mit Stufen, die ins Wasser hinabführen

Tejobindu Upanishad
eine der 108 Upanishaden

Tiruvasagam
Hauptwerk des tamilischen Dichters Mannikavasagar aus dem 9. Jh.

Turiya
der vierte Zustand, der jenseits der drei Zustände von Wachen, Träumen und Tiefschlaf ist

Uma
Muttergottheit, Gefährtin von Arunachaleswara

Upadesa
Lehre, Belehrung, Anweisung

Upanayana(m)
Zeremonie des Umlegens der heiligen Brahmanenschnur für Jungen ab 5 Jahren. Damit beginnt für sie die Schülerschaft unter einem Guru und die erste Lebensstufe.

Upanishaden
Geheimlehren, Basistexte des Vedanta. Die ältesten Upanishaden entstanden etwa 800-700 v. Chr.

Vaikunta
der Himmel Vishnus

Vairagya
Nicht-Anhaftung, Verzicht auf Wünsche

Vasanas
aus früheren Gedanken, Wünschen und Handlungen entstandene latente Tendenzen im Gemüt

Vasudeva Mananam
ein advaitisches Buch in Tamil aus dem 19. Jh.

Veda
Wissen, Offenbarung

Veden
die frühesten Schriften des Hinduismus

Vedanta
Ende und zugleich Erfüllung der Veden; Lehre der Upanishaden

Vibhuti
heilige Asche

Vichara
Suche, Erforschung; hier i. S. von Atma Vichara, Erforschung des Selbst

Vichara Sagaram
›Meer der Erforschung‹, ein umfangreiches Werk des Vedanta

Vidya
wissen, erkennen

Vidyaranya
Lehrer des Advaita aus dem 13./14. Jh. Er schrieb u. a. das Panchadasi, einen wichtigen advaitischen Text.

Vijnana
reine Intelligenz, Erkenntnis

Vishnu
Höchster Gott in der Vishnu-Tradition des Hinduismus; einer der drei Hauptgötter

Yoga Vashishta
bedeutender Text des Vedanta